3        Übersicht: Landschaftsbildeinheiten, herausragende Landschaftsbereiche (vgl. Karte 1.5)

In der folgenden Tabelle werden die einzelnen Landschaftsbildeinheiten, geordnet nach Landschaftsbildräumen, tabellarisch beschrieben. Zu jeder Landschaftsbildeinheit sind die Einstufungen der Einzelkriterien (E: Eigenart, R: Relief) und eine Kurzcharakterisierung aufgeführt. Bei der Kurzbeschreibung der Einheiten wird auch auf die kultur- und naturhistorischen Einzelelemente mit hoher Fernwirkung (Blickfangfunktion) (vgl. Karte 1.5 Schutzgutkarte Landschaftsbild und Landschaftserleben) bzw. auf Punktelemente, die zu fernwirksamen Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes führen (vgl. Karte 3.4 Konfliktkarte Landschaftsbild und Landschaftserleben), eingegangen. Die „herausragenden Landschaftsbereiche“ werden in der Tabelle 3 (Anhang) aufgelistet.

Tabelle A2: Übersicht – Landschaftsbildeinheiten (vgl. Karte 1.5)

Nr. der Landschafts­bildeinheit

Einzelkriterien

(E = Eigenart,

R = Reliefdynamik)

und zugeordnete Einzelwerte

(von 1 = sehr gering bis 5 = sehr hoch)

Bezeichnung des Landschaftsbildraumes und
Kurzcharakteristik

Landschaftsbildraum I:

Frankenwald

1

E5
R5

Frankenwald um Lauenstein und Steinbach a.d. Haide
intensiv reliefierter Teil des Frankenwaldes mit eher kuppigem Relief; Hanglagen nur z.T. bewaldet, hoher Strukturreichtum; in Teilbereichen treten insbesondere Baumgruppen und Einzelbäume prägend in Erscheinung

fernwirksames Bauwerk (Blickfang): Burg Lauenstein

2

E4
R4

Frankenwald bei Ludwigsstadt und Tettau
großflächiges, vergleichsweise wenig zertaltes Waldgebiet mit sehr hohem Nadelholzanteil; im Wald einige Lichtungen ungleicher Größe;

offene Talräume um Tettau/Kleintettau überwiegend durch Siedlung und Gewerbe geprägt; offene Flächen außerhalb der Ortschaften mitunter naturnah und strukturreich

3

E4
R5

großflächige Wälder des Frankenwaldes
großflächige, überwiegend geschlossene Waldgebiete mit äußerst geringem Anteil an Siedlungsflächen; prägend ist der „Dreiklang“ aus großflächigen Wäldern (sehr hoher Nadelholzanteil), tief eingeschnittenen, engen Wiesentälern und kleinflächigen Offenländern (Rodungen) im Bereich der Hochflächen

bei Förtschendorf: großflächiger Steinbruch mit störender Wirkung im Landschaftsbild

4

E4
R3

Frankenwald-Hochfläche um Steinbach am Wald/Teuschnitz
großflächig offene Hochfläche mit muldenförmigen Talsenken, im Landschaftsbild überwiegt der Eindruck einer traditionell geprägten Landschaftsgliederung und Nutzungsverteilung; weite Ausblicke über den Frankenwald

südlich Hirschfeld: mehrere Windkraftanlagen mit sehr hoher Fernwirkung im Landschaftsbild

5

E5
R2

Teuschnitzaue
Quellmulde der Teuschnitz; traditionell geprägter Kulturlandschaftsausschnitt mit sehr hohem Grünlandanteil und sehr naturnahem Erscheinungsbild

6

E4
R2

flachwellige Frankenwald-Hochflächen
offene, nur schwach reliefierte Hochflächen mit weiten Ausblicken über den Frankenwald; im Landschaftsbild überwiegt der Eindruck einer traditionell geprägten Landschaftsgliederung und Nutzungsverteilung

7

E5
R2

Frankenwald-Hochfläche nördlich Nordhalben
Frankenwald-Hochfläche mit traditionell geprägtem Erscheinungsbild und hohem Anteil an gliedernden Gehölzstrukturen; weite Ausblicke über den Frankenwald

8

E5
R5

Talräume der Kremnitz und des Doberbaches mit Gerner Wald
tief eingeschnittene Wiesentäler des Frankenwaldes mit unberührt wirkender Grünlandaue; im Bereich des Gerner Waldes (Höhenrücken zwischen den beiden Tälern) abwechslungsreiche Waldbestände infolge einer historisch bedingten plenterartigen Waldnutzung

9

E4
R5

Täler der Rodach (z. Main) und der wilden Rodach im Frankenwald
tief eingeschnittene, aber vergleichsweise weite Talräume mit steilen, fast durchgehend bewaldeten Talflanken (sehr hoher Nadelholzanteil); Talboden fast durchgehend als Grünland genutzt; der Anteil extensiv genutzter oder bereits verbrachter Grünlandflächen ist hoch;

die Talräume gehören zu den wenigen Tälern des Frankenwaldes mit größeren Siedlungen

10

E4
R4

Talraum der Haßlach bei Pressig mit Tal der Tettau
kesselartig geweiteter Talraum der Haßlach mit einer Vielzahl von visuellen Leitstrukturen, die dem Landschaftsbild eine z.T. kulissenartige Gliederung verleihen; Teilbereiche mit hoher Strukturvielfalt (z.B. westexponierte Hänge westlich Posseck, Hangbereiche im Tettautal) tragen zur Vielfalt des landschaftlichen Erscheinungsbildes bei

Landschaftsbildraum II:

Becken- und Tallagen um Neustadt bei Coburg und Mitwitz

11

E3
R4

Neustädter Becken mit Muppberg
große, über die Region hinausreichende Beckenlandschaft; die über­wiegend bewaldeten Randhöhen treten als Raum
grenzen im Westen und Süden deutlich in Erscheinung; der Muppberg, entfaltet ebenfalls eine starke, raumprägende Wirkung;

in der Ebene breitet sich die Stadt Neustadt b. Coburg aus; außerhalb der städtisch überprägten Bereiche werden große Flächen intensiv landwirtschaftlich genutzt; Waldflächen unterschiedlicher Größe bewirken eine räumliche Gliederung der Ebene und verhindern damit den Eindruck einer großflächig ausgeräumten Landschaft; in den Randbereichen von Neustadt b. Coburg: Tendenzen zur Zersiedlung der Landschaft;

am Fuß der Randhöhen: z.T. naturnahe Bereiche und Teichketten

fernwirksame Erhebung (Blickfang): Muppberg

12

E4
R1

Steinach-Niederung und Wustungsfluren
im Südwesten klare Raumbegrenzung durch den Steilanstieg der Muschelkalkkuppen, im Osten und Norden unmerklicher Übergang der Aue in das große Sonneberger Becken (größtenteils außerhalb der Region); südlich Mitzwitz: beiderseits der Aue ausgeprägte Talhänge und zunehmende Verengung des Talraums;

Erscheinungsbild der Flussaue im Norden sehr heterogen und z.T. landwirtschaftlich überprägt (Ackerbau), südlich von Fürth a. Berg überwiegt der Eindruck einer großflächigen Grünlandaue mit naturnahem Flusslauf (Ufergehölze, Flussmäander);

Wustungsfluren nördlich der Steinach-Niederung: weithin ebenes Acker­baugebiet mit charakteristischer und in Oberfranken seltener Einzelhofsiedlung

Landschaftsbildraum III:

waldreiche Hochlagen bei Kronach und nördlich Coburg

13

E3
R3

Gehülz
große Rodungsinsel westlich von Kronach; im landschaftlichen Erscheinungsbild treten Siedlungsflächen stark hervor, wobei das bewegte Relief lockere Siedlungsformen begünstigt hat; außerhalb der Siedlungen überwiegt im Nordteil der Einheit der Eindruck ausgeräumter Ackerflächen; der Südteil wird stärker von naturnäheren Flächen und Gehölzstrukturen gegliedert;
zahlreiche Ausblicke auf Kronach und das Haßlachtal

fernwirksame Objekte (Blickfangwirkung): Kirche in Ziegelerden, Heiligenholz

14

E4
R4

waldreiche Höhen zwischen Mitwitz und Kronach
von großflächigen Wäldern geprägte, intensiv zertalte Höhenlagen; im Norden überwiegen Nadelwälder, im Süden gibt es größere Mischwaldbereiche; die kleinflächigen Offenlandbereiche werden von Waldkulissen begrenzt und bieten ein naturnahes, abwechslungsreiches Erscheinungsbild

15

E3
R4

Bergdörfer und umgebende Wälder
nach allen Himmelsrichtungen steil abfallende und vor allem im Osten intensiv zertalte Hochfläche; nur im zentralen Bereich der Hochfläche liegen kleinflächige Rodungsinseln; ansonsten ist die Landschaftseinheit bewaldet, wobei Laub- und Mischwälder einen nennenswerten Flächenanteil einnehmen; die Fluren der Rodungsinseln stellen sich als überwiegend ackerbaulich genutzte, strukturarme Flächen dar

16

E3
R3

Kulturlandschaft um Weißenbrunn vorm Wald
Relief und Nutzung geben dem Landschaftsbild ein gewisses Maß an Weiträumigkeit; Gehölzstrukturen treten als Gliederungselemente nur an einigen Hangbereichen (v.a. bei Fornbach) prägend in Erscheinung; in den übrigen Bereichen verhindern Ranken sowie Grünland- und Brachflächen den Eindruck einer ausgeräumten Landschaft

17

E4
R4

Nordteil der Langen Berge mit Lautertal
Relief mit starken Höhensprüngen und engen Taleinschnitten; hoher Waldanteil mit z.T. ausgedehnten Laubwaldflächen (südlich des Rotten- und Lauterbachs); naturnaher Eindruck des Talraums von Rotten- und Lauterbach wird in Teilbereichen durch störende Siedlungsentwicklungen und v.a. durch die beherrschende Lage (Standorte im Bereich einer visuellen Leitstruktur!) einiger Windkraftanlagen beeinträchtigt

Landschaftsbildraum IV:

Gäulandschaft um Bad Rodach

18

E2
R2

Bad Rodacher Niederung
sehr weiträumige, flache und nahezu waldfreie Talsenke; großflächiger Ackerbau tritt als prägende Nutzung in Erscheinung; es überwiegt der Eindruck einer ausgeräumten Agrarlandschaft

19

E2
R3

schwach reliefierter Teilbereich der Langen Berge
sanft ansteigende Hanglagen der Langen Berge; die im Vergleich zur Niederung etwas höhere Dichte an gliedernden Landschaftselementen bleibt ohne große Wirkung auf das Landschaftsbild; erlebniswirksam sind vor allem einige alte Alleen sowie die weiten Ausblicke von den Höhenlagen ins Umland;

den Weidbachgrund gilt es als extremes Beispiel einer ausgeräumten Agrarlandschaft eigens zu erwähnen

20

E3
R3

Grabfeld-Landschaft mit erhöhter Strukturvielfalt
Teilgebiete der Rodachniederung (z. Itz) sowie der Hang- und Höhenlagen mit vergleichsweise (vgl. Landschaftsbildeinheiten 18, 19) höherer Dichte an gliedernden und naturnah erscheinenden Landschaftselementen (z.B. großflächige Grünlandaue an der Rodach (z. Itz) südlich und südöstlich der Stadt Bad Rodach, Forst Gellnhausen, laubholzreiche Wälder der Langen Berge)

21

E4
R3

bewaldete Höhen südlich Bad Rodach
Höhenrücken mit weichen Geländeformen; geschlossenes Waldgebiet mit sehr hohem Laub- und Mischwaldanteil; aussichtsreiche Höhenlagen

weithin sichtbarer Aussichtsturm am Georgenberg: wegen seiner Architektur wirkt der Turm als störendes Objekt im Landschaftsbild

Landschaftsbildraum V:

Hügelland

22

E4
R2

Wald- und Teichlandschaft bei Mitwitz
flachwelliges Waldgebiet mit z.T. hohem Anteil von Kiefern und Eichen, mit relativ kleinflächigen Rodungsbereichen, zahlreichen Teichketten (z.T. mit naturnahen Verlandungszonen) und einzelnen Mooren; im Bereich der Rodungen kleine Siedlungen mit lockerer Siedlungsstruktur; auf den landwirtschaftlich genutzten Bereichen wechseln Acker- und Grünlandflächen

23

E3
R4

Haßlachtal zwischen Pressig und Kronach

und Hügelland um Burggrub
breiter Talraum mit hoch ansteigenden Talflanken; Fluss durch begleitenden Gehölzsaum in der Landschaft gut ablesbar; im Talraum hoher Anteil an Ackernutzung; um Stockheim bestimmen große Gewer­beflächen das Landschaftsbild;

vom westlich gelegenen Hügelland um Burggrub öffnen sich zwei kleine Seitentäler zum Haßlachtal; das Hügelland wirkt etwas abwechslungsreicher gegliedert als große Teile des Talraums

24

E4
R4

Rodachtal (z. Main) und angrenzende Taläume im Muschelkalk oberhalb Kronach
abwechslungsreiche und vielfältig gegliederte Tal- und Hanglagen sowie größere Waldflächen (Höhenlagen nördlich Kronach); besonders hervorzuheben ist der Talraum östlich Friesen mit seinen zahlreichen Hangterrassen; Ackernutzung in der Kronach-Aue und Aufforstungen an Hanglagen beeinträchtigen in Teilbereichen den Gesamteindruck einer Kulturlandschaft mit traditionellen Nutzungsabfolgen

fernwirksames Bauwerk (Blickfang): Festung Rosenberg an der Südspitze der Landschaftseinheit

25

E5
R2

Heckenlandschaft südwestlich Unterrodach
in sich schwach reliefierte, pultförmig nach Nordosten geneigte Tafel (durch Rodachtal (z. Main) von Einheit Nr. 27 getrennt) mit überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung; sehr kleinräumige landschaftliche Gliederung durch eine außergewöhnlich hohe Heckendichte; Waldflächen nur in den Randbereichen zu den benachbarten Talräumen; die gesamte Einheit ist weitgehend frei von Siedlungen

26

E3
R4

Rodachtal (z. Main) zwischen Kronach und Zeyern
breiter Talraum mit in größeren Bereichen intensiv genutzten Tallagen (Ackerbau, Siedlung und Gewerbe); die z.T. sehr steilen Talflanken sind auf längeren Abschnitten bewaldet, an einigen Stellen (z.B. Sommerleite bei Unterrodach) finden sich strukturreiche Hanglagen mit eindrucksvollen Terrassenstufen

fernwirksame Geländestruktur (Blickfang): Zeyerner Wand

27

E4
R2

Heckenlandschaft bei Seibelsdorf
in sich schwach reliefierte, pultförmig nach Nordosten geneigte Tafel (durch Rodachtal (z. Main) von Einheit Nr. 25 getrennt); großflächig offener und landwirtschaftlich genutzter Raum; überwiegend kleinräumige landschaftliche Gliederung infolge einer Vielzahl von Hecken; Waldflächen nur in den Randbereichen zu den benachbarten Talräumen; die gesamte Einheit ist weitgehend frei von Siedlungen

Beeinträchtigung des hochwertigen Landschaftsbildes durch Windkraftanlagen im äußersten Süden der Einheit an der Grenze zu den Einheiten Nr. 29 und 31

28

E4
R4

Fischbachtal
strukturreicher, tief eingeschnittener Talraum mit asymmetrischem Talquerschnitt (steiler Westhang, flacherer Osthang); entlang der Talstraße starke Tendenz zu einem bandartigen Zusammenwachsen der Siedlungen

29

E5
R5

Talräume um Weißenbrunn
sehr stark ausgeprägtes Relief mit großen Höhenunterschieden und engen Talkerben; sehr abwechslungsreiches Landschaftsbild durch  Wechsel zwischen bewaldeten und offenen Hanglagen; Gliederung der offenen Lagen durch bewegtes Mikrorelief und zahlreiche Gehölzstrukturen; im Vergleich zum Fischbachtal deutlich geringere Tendenz zur Zersiedelung

Rohstoffabbau bei Thonberg mit störender Fernwirkung im Landschaftsbild

30

E -
R4

städtischer Raum Kronach/Neuses
städtisch überprägter Raum; ausgehend von der Altstadt, die oberhalb des Zusammenflusses von Haßlach und Kronach liegt und von der Festung Rosenberg überragt wird, hat sich die Stadt deutlich nach Süden und Osten in die Talräume von Rodach (z. Main) und Kronach ausgedehnt; größere Gewerbeflächen liegen insbesondere im Rodachtal (z. Main) am östlichen Stadtrand

31

E3
R3

flachwelliges Hügelland nordöstlich Burgkunstadt
überwiegend sanft reliefiertes Hügelland, nur einige Main-Seitenbäche haben tiefe Talkerben geschaffen; die landschaftliche Gliederung ergibt sich in erster Linie aus dem Wechsel von Wald-, Acker- und Grünlandflächen; durch die Waldflächenverteilung entsteht mitunter eine kulissenartige Raumgliederung; gliedernde Kleinstrukturen sind eher selten

32

E3
R3

Unteres Rodachtal (z. Main) und Westhänge des Steinachtals unterhalb Beikheim
mehr oder weniger stark nutzungsüberprägte Teilbereiche der weiten Talräume und ihrer sanft ansteigenden Hänge;
Westhänge des Steinachtals in ihrem Erscheinungsbild überwiegend von intensiver landwirtschaftlicher Nutzung bestimmt; im Rodachtal (z. Main) treten - insbesondere um Redwitz a. d. Rodach - Siedlungsflächen und Infrastruktureinrichtungen stark in Erscheinung;
bei Oberlangenstadt wurde ein größeres Areal, das auch in die angrenzende Einheit Nr. 33 reicht, zu einem Golfplatz umgestaltet

33

E3
R3

Höhen im Mündungsdreieck zwischen Steinach und Rodach (z. Main)
flachwellige Ackerbaulandschaft; an der Südspitze umschließen bewaldete Hanglagen eine offene Hochfläche, auf der ein Golfplatz angelegt wurde; gegen Norden schließen strukturreiche Hanglagen die Landschaftseinheit ab (Golfplatz bei Oberlangenstadt, s.auch Einheit Nr. 32)

34

E4
R3

Aue und Osthänge des Steinachtals unterhalb Beikheim
windungsreicher Flusslauf mit naturnahem Erscheinungsbild und großflächiger Grünlandaue; in Verbindung mit den vielfältig und kleinräumig gegliederten Hängen der ostexponierten Talflanke ergibt sich das Bild einer überwiegend traditionell geprägten Tallandschaft

35

E4
R4

Kuppen entlang der Kulmbach-Eisfelder Störungszone
markante, steil ansteigende Kuppen, die sich entlang einer tektonischen Bruchlinie aneinander reihen; Kuppenlagen größtenteils bewaldet; im Bereich offener Hanglagen bieten sich z.T. malerische Landschaftsbilder mit lockeren Gehölzstrukturen, Ranken und beweidetem Grünland; z.T. tritt Felsen an die Oberfläche; andere Teilbereiche zeigen eine vergleichsweise geringe Strukturdichte;

die Kuppen bilden sowohl gegen Osten als auch gegen Westen eine auffällige visuelle Leitstruktur

Erhebung mit besonderer Fernwirkung (Blickfang): Plestener Berg

36

E2
R2 bzw. 3

Hügelland mit einförmigem Landschaftsbild
welliges bis flachwelliges Relief; über weite Strecken ausgeräumt wirkende Agrarlandschaft mit großflächiger Ackernutzung; die Umgebung von Gut Leimershof nordwestlich von Scheßlitz wurde zu einem Golfplatz umgestaltet

Bauwerke mit störender Fernwirkung im Landschaftsbild:

Teileinheit um Fechheim: Turm im Gewerbegebiet von Blumenrod

Teileinheit nordwestlich Scheßlitz: Krankenhausbau bei Kutzenberg

37

E3
R3

Hügelland mit abwechslungsreicheren Teilgebieten
meist wellig reliefierte Gebiete mit überwiegender Ackernutzung; in Teilbereichen vorhandene gliedernde Landschaftselemente verhindern den Eindruck einer weithin ausgeräumten Agrarlandschaft

fernwirksame Erhebung (Blickfang): Graitzer Spitzberg am Südrand der Einheit
Abbaustellen mit störender Fernwirkung südöstlich von Oeslau und nördlich Marktzeuln

38

E4
R3

Waldgebiet nördlich Lichtenfels
großes, zusammenhängendes Waldgebiet mit erheblichen Laubwaldanteilen; die Wiesentäler des Schneybachs und des Bieberbaches bilden die einzigen größeren Offenlandbereiche innerhalb der Waldfläche; diese Täler stellen sich wegen ihres naturnahen Erscheinungsbildes und ihrer Ungestörtheit als besonders erlebnisreiche Teilgebiete dar

39

E4
R4

Kulturlandschaft südöstlich der Veste Coburg
kleinräumig reliefiertes Gebiet mit deutlichen Höhensprüngen (visuelle Leitstrukturen); höchste Erhebungen: Festungsberg und Eckartsberg; Hanglagen mit einer Vielzahl von Gehölzstrukturen und hohen Grünlandanteilen

fernwirksames Bauwerk (Blickfang): Veste Coburg

40

E4
R4

Itztal oberhalb Coburg
Talraum in weiten Abschnitten, insbesondere im sog. „Froschgrund“ (= Talraum oberhalb Oberwohlsbach) mit großflächiger Grünlandaue und naturnah wirkendem Flusslauf, oberhalb Schönstädt ist der Fluss zum Froschgrundsee aufgestaut;

unterhalb Oberwohlsbach nehmen auefremde Nutzungen (z.B. Siedlung, Ackerbau) im Erscheinungsbild des Talraums zu

41

E -
R4

städtischer Raum Coburg
herausragende Bedeutung für das Stadtbild hat das Ensemble aus Altstadt, Schlossgarten und Veste;

die ausgeprägte Tallage der Stadt, hatte im Zuge der Stadtentwicklung eine zunehmende Besiedelung von Hanglagen und eine bandartige Ausdehnung der Stadt entlang des Tals zur Folge; Coburg und Dörfles bilden inzwischen ein zusammenhängendes Siedlungsgebiet; ähnliche Tendenzen sind in Richtung Niederfüllbach zu beobachten

nordwestlicher Stadtrand: Müllheizkraftwerk sowie vielgeschossige Bauten mit störender Fernwirkung auf das Landschaftsbild

42

E3
R4

waldreiches Hügelland westlich Coburg
ausgeprägt reliefiertes Hügelland mit sehr hohem Waldanteil (überwiegend Nadelwald) und mehreren Teichketten, größere Rodungsbereiche nur im Umfeld von Weitramsdorf, Weidach und Tambach, im Offenland überwiegt Ackernutzung; westlich von Tambach wurde die Landschaft zum Golfplatz umgestaltet

fernwirksames Bauwerk (Blickfang): Schloss Callenberg

43

E2
R3

Hügelland westlich von Seßlach
Hügelland mit großflächigen Waldgebieten, hohe Laubholzanteile vor

allem im Waldgebiet um Bischwind; in den anderen Waldflächen dominieren Nadelholzbestände;

im Offenland überwiegt ackerbauliche Nutzung; dort bietet sich der Eindruck einer visuell verarmten Agrarlandschaft

44

E3
R3

Rodachtal (z. Itz) bei Seßlach
Talraum mit nur noch in Teilbereichen vorhandener taltypischer Nutzungszonierung; Aue in erheblichem Umfang ackerbaulich genutzt; Hanglagen insbesondere auf der östlichen Talseite in größeren Bereichen strukturarm; lückiger Gehölzsaum entlang des Gewässers

45

E4
R4

Banzer Wald
geschlossenes Waldgebiet im Bereich der Bergkuppen bei Kloster Banz; Waldbestände überwiegend laubholzgeprägt

46

E4
R3

Taleinschnitte nördlich Döringstadt
Taleinschnitte kleiner Seitenbäche des Mains; steile Hanglagen mit vielfältigem und naturnahem Erscheinungsbild und reicher Gliederung durch Gehölzstrukturen

47

E3
R2

flachwellige Höhen im Mündungsdreieck zwischen Itz und Main
kaum erhöht liegende, flachwellige Lagen zwischen den beiden Talräumen; es dominiert Ackerland mit großen Schlägen; Gehölzstrukturen entlang des Wegenetzes

48

E4
R3

Itztal mit kleineren Seitentälern zwischen Coburg und Medlitz
weiter Talraum mit breiter überwiegend grünlandgeprägter Aue; über weite Strecken naturnah wirkender, mäandrierender Flusslauf; Aue weitgehend frei von Siedlungs- und Gewerbeflächen; in Teilabschnitten strukturreiche Talhänge

störende Wirkung großdimensionierter Bauten an den südlichen Ortsrändern von Untersiemau und Scherneck

49

E5
R3

Itzaue bei Rattelsdorf und offene Hanglagen am Kraiberg
traditionell geprägter Kulturlandschaftsausschnitt bestehend aus Flussaue und angrenzenden Hanglagen:

Itzaue: großflächige Grünlandaue, naturnah wirkender Flusslauf mit begleitendem, in Teilabschnitten auwaldartigem Gehölzsaum;

Hanglagen: ost- und südexponierte Hänge des Kraibergs mit mageren Grünlandflächen und einem extrem hohen Anteil an Gehölzstrukturen

50

E4
R4

Daschendorfer Forst
bewaldete Hang- und Höhenlagen des über 100 m über die Tallagen ansteigenden Kraibergs; im gesamten Waldgebiet dominieren Laub- und Mischwaldbestände

51

E3
R3

Hügelland zwischen Itz und Baunach
teils gerodete, teils bewaldete Höhenlagen zwischen Itz- und Baunachtal, Flur in Teilbereichen ausgeräumt wirkend

52

E3
R3

Baunachtal
typischer Charakter des Hügellandtales durch intensive Landwirtschaft überprägt, hoher Ackeranteil in der Aue, naturnahe Strukturen als Gliederungselemente im Landschaftsbild zurücktretend

53

E3
R4

Mainecker Forst
großes, geschlossenes, bis ca. 200 m über das Maintal ansteigendes Waldgebiet (überwiegend Nadelwald); inmitten der Waldfläche liegt in weitgehend ebener Lage die große Rodungsinsel um Geutenreuth

54

E3
R3

Hügelland um Eulen- und Külmitzberg
sanft reliefiertes Hügelland; die flachwelligen Lagen werden überragt von den großflächig bewaldeten Bergkuppen des Eulen- und Külmitzbergs; außerhalb der Waldflächen überwiegt Ackernutzung; in Teilbereichen vorhandene gliedernde Landschaftselemente verhindern den Eindruck einer weithin ausgeräumten Agrarlandschaft

nördlich Weismain: Gewerbegebiet mit störender Wirkung im Landschaftsbild (sehr großdimensionierte Baukörper!)

55

E4
R3

Staatsforst Langheim
Höhenrücken mit großflächig geschlossener Bewaldung; die südwestexponierten Hänge zum Leuchsenbachtal fallen steil ab, die nordostexponierten Lagen sind flach geneigt; die Waldflächen weisen große Laub- und Mischwaldbestände auf

56

E3
R4

Talraum von Klosterlangheim (Leuchsenbachtalsystem)
Talraum mit überwiegend bewaldeten Höhenlagen; im Bereich der  offenen Hang- und Tallagen hoher Anteil von ackerbaulich genutzten Flächen; der Gehölzsaum entlang des Leuchsenbachs hat als naturnahe Struktur hohe Bedeutung für das Landschaftsbild; das Tal des Oberlangheimer Grabens zeigt im Vergleich zum eher großparzellierten Haupttal eine deutlich kleinteiligere Flurstruktur

57

E3
R2

Hauptsmoorwald
großes, zusammenhängendes Waldgebiet in nahezu ebener Lage; abgesehen von einigen Bereichen im Nordosten des Waldgebietes überwiegen nadelholzdominierte Bestände; der Wald wird im Westen und Süden von großen Verkehrswegen durchschnitten

58

E3
R3

Vorland des Albtraufs zwischen Scheßlitz und Forchheim und im Bereich Effeltrich/Neunkirchen a. Brand
überwiegend ackerbaulich genutzte Kulturlandschaft mit sanft bewegtem Relief und heterogenem Erscheinungsbild: charakteristischer, eher großflächiger Wechsel zwischen abwechslungsreichen und einförmigen Bereichen, zwischen großflächigen Ackerlagen, ausgedehnten Grünlandflächen und größeren Waldgebieten; die Kulisse der Landschaftsbildeinheit bildet der im Osten steil ansteigende Albtrauf

fernwirksame Objekte (Blickfangwirkung): Schloss Seehof, Schießberg bei Unterstürmig

59

E3
R1

Tallagen des Wiesenttals
breiter Talboden des Wiesenttals; mit Ausnahme des Abschnittes um Ebermannstadt weitgehend frei von Siedlungsflächen; in Teilbereichen großflächige Grünlandaue, in großen Abschnitten dominieren im Landschaftsbild aber Ackerflächen

die zu beiden Seiten ansteigenden Jurahänge und –höhen, die wegen der deutlich abweichenden landschaftsästhetischen Qualitäten zu den angrenzenden Landschaftsbildeinheiten gerechnet werden, wirken stark auf das Landschaftsbild

60

E4
R3

Vorland des Albtraufs um Kunreuth und östlich Neunkirchen a. Brand
wie 58, allerdings wird das Landschaftsbild in diesem Ausschnitt stärker von abwechslungsreich strukturierten Teilbereichen bestimmt, bei Kleinsendelbach wurde ein größeres Areal zu einem Golfplatz umge­staltet

61

E3
R2

Schwabachtal
nur schwach eingesenkter, muldenförmiger Talraum, der sich in seiner Nutzungsstruktur nur wenig von der angrenzenden, stark ackerbaulich bestimmten Landschaft des Hügellandes unterscheidet

Landschaftsbildraum VI:

Fränkische Alb

62

E5
R5

Talsystem bei Loffeld und Albanstieg bei Küps
Täler bei Loffeld: tief eingeschnittenes, stark verästeltes System von Kerbtälern am Fuß des Staffelberges; steil ansteigende Hänge; Hanglagen durch eine Vielzahl von Terrassenstufen und Gehölzstrukturen gegliedert;

im Süden anschließender Abschnitt des Albtraufs: durch steile Taleinschnitte gegliedert; Hangbereiche ebenfalls mit hoher Strukturvielfalt

die Einheit kommt in großen Teilen dem Idealbild der „bäuerlich geprägten, kleinräumig gegliederten Kulturlandschaft“ nahe; der Staffelberg ist ein Ort mit sehr hohem Identifikationswert

fernwirksames Objekt (Blickfang): Ansberg mit St. Veit Kapelle

63

E4
R2

Verebnungen auf der Hochfläche am Staffelberg und südöstlich Stublang
nahezu ebene Lagen am Rande der Albhochfläche mit z.T. weiten Ausblicken in die umgebenden Täler; über die Ebene erheben sich mehrere markante Bergkuppen (z.B. Staffelberg, Lerchenberg, Spitzberg, Dornig); ebene Lagen z.T. großflächig ackerbaulich genutzt; im Bereich der südlichen Teilfläche (Dornig bis Kalte Elsen) ergeben sich infolge der kleinteiligen Waldflächenverteilung und zahlreichen Gehölzstrukturen z.T. parkartige Landschaftsbilder

weithin sichtbare Erhebung und erlebnisreichster Aussichtspunkt der Einheit: Gipfelplateau des Staffelberges mit nahezu senkrecht abfallenden Felswänden
am „Großen Berg“: großflächiger Steinbruch mit störender Wirkung im Landschaftsbild

64

E5
R5

Taleinschnitt des Leitenbachs westlich Wattendorf
enge, tief eingeschnittene Kerbtäler, Hänge mit z.T. markanten Felsformationen und einer Vielzahl an Gehölzstrukturen; hoher Grünlandanteil; kleinteiliger Kulturlandschaftsausschnitt traditioneller Prägung

65

E4
R5

Albanstieg bei Stübig
Steilanstieg der Fränkischen Alb mit landschaftstypischer Vielfalt an gliedernden Strukturen; allerdings im Vergleich zu benachbarten Talräumen und Abschnitten des Albtraufs weniger kleinteilig; in Teilbereichen Tendenzen zu großflächigeren Nutzungsformen und damit zur visuellen Verarmung der Landschaft erkennbar

66

E3
R3

ausgeprägt reliefierte Albhochfläche
kleinteilig und kuppig reliefierte Hochfläche; hoher Waldanteil (Laub- und Nadelholzbestände in etwa gleichen Anteilen); die Waldflächen verteilen sich auf eine Vielzahl von Teilflächen sehr unterschiedlicher Größe, dadurch entsteht eine intensive Kammerung der Landschaft mit vielfältig wechselnden Perspektiven; im Offenland wechseln Acker- und Grünlandflächen, wobei der Ackerbau deutlich überwiegt und das Landschaftsbild prägt; Siedlungen treten infolge ihrer geringen Zahl und Ausdehnung wenig in Erscheinung

westlich Lahm, nördlich Kümmersreuth und bei Wattendorf wirken großflächige Steinbrüche als störende Elemente im Landschaftsbild

67

E5
R5

Talräume südlich von Weismain
tief eingeschnittene, enge Kerbtäler mit z.T. spektakulären Felsformationen; Talhänge über weite Strecken bewaldet; Hangwälder in Teilbereichen mit hohem Fichtenanteil; vereinzelt Wacholderheiden, offene Hanglagen meist mit vielfältigem und kleinteiligem Erscheinungsbild; Aue im Unterlauf des Talsystems in größerem Umfang zu Acker umgebrochen

68

E3
R2

flachwellige Albhochfläche
im Vergleich zu Einheit 66 geben Relief und Waldflächenverteilung eine weniger kleinräumige landschaftliche Gliederung vor; in der Folge wird das Landschaftsbild stärker vom großflächigen Ackerbau bestimmt; bei den Waldbeständen überwiegt der Anteil der Nadelwälder

in der südlichen Teilfläche wirken der großflächige Steinbruch westlich Gräfenberg und die Windkraftanlage bei Kasberg (sehr hohe Fernwirkung!) als störende Elemente im Landschaftsbild

69

E4
R2

strukturreiche Albhochfläche östlich Tiefenellern
die Einheit gleicht der Landschaftsbildeinheit 68, allerdings wird das Offenland in diesem Teil der Hochfläche durch Gehölzstrukturen und einen höheren Grünlandanteil stärker gegliedert; das Landschaftsbild stellt sich dadurch abwechslungsreicher dar

störende Wirkung: großflächige Abbaustellen bei Ludwag

70

E5
R5

reich strukturierte Abschnitte des Albanstiegs zwischen Scheßlitz und Wiesenttal
Steilanstieg der Fränkischen Alb (Höhenunterschied ca. 200 m); steile Hanglagen in großen Bereichen bewaldet (es überwiegen Laubwaldbestände); offene Hanglagen mit hohem Grünlandanteil und infolge großer Strukturvielfalt fast durchwegs abwechslungsreich und kleinteilig gegliedert

fernwirksame Objekte (Blickfangwirkung): Giechburg, Wallfahrtkirche am Gügel, St. Anna-Kirche bei Unterweilersbach, St. Nikolaus-Kirche bei Reifenberg

71

E4
R5

Albanstieg bei Zeegendorf
Steilanstieg der Fränkischen Alb (Höhenunterschied ca. 200 m); steile Hanglagen in großen Bereichen bewaldet (es überwiegen Laubwaldbestände); Erscheinungsbild der offenen Lagen aber weniger abwechslungsreich und vielfältig als in Einheit 70

72

E3
R1

Lange Meile und Hetzleser Berg
großflächig ackerbaulich genutzte Verebnungen am Westrand der Albhochfläche; durch die teilweise Bewaldung der Langen Meile entsteht dort eine gewisse Kammerung der Landschaft; die Hochfläche des Hetzleser Bergs ist waldfrei; sowohl auf der Langen Meile als auch am Hetzleser Berg befindet sich ein Flugplatz, ein Teil der Hochebenen ist daher jeweils nur eingeschränkt erlebbar

fernwirksames Bauwerk (Blickfang): Burg Feuerstein
die großflächigen Steinbrüche östlich Drügendorf wirken als störende Elemente im Landschaftsbild

73

E5
R5

enges Wiesenttal oberhalb Streitberg und Talsystem der Leinleiter
enge, tief eingeschnittene Kerbtäler mit nahezu durchgängigen Grünlandauen und über weite Strecken bewaldeten Steilhängen (fast ausschließlich Laubwälder); strukturreiche Hangzonen, Burgen, Ruinen und Felsformationen reichern das Landschaftsbild an, die Talräume sind Teil der „Fränkischen Schweiz“, die als Inbegriff einer romantischen Landschaft gilt

fernwirksame Bauwerke (Blickfangwirkung): Ruine Neideck, Schloss Greifenstein

74

E5
R5

waldreiche Albhochfläche mit engen Taleinschnitten
Teilgebiet der Fränkischen Alb mit sehr engen, tief eingeschnittenen Wiesentälern; Hänge und angrenzende Hochflächenbereiche überwiegend bewaldet, Waldbestände z.T. mit hohem Nadelholzanteil (z.B. im Aufseßtal bei Voigendorf)

75

E4
R3

Albhochfläche südöstlich des Wiesenttals
kleinteilig und kuppig reliefierte Hochfläche; hoher Waldanteil (Laub- und Nadelholzbestände in etwa gleichen Anteilen); die Waldflächen verteilen sich auf eine Vielzahl von Teilflächen sehr unterschiedlicher Größe, dadurch entsteht eine intensive Kammerung der Landschaft mit vielfältig wechselnden Perspektiven; im Offenland wechseln Acker- und Grünlandflächen; in einigen Teilgebieten (besonders auffällig z.B. südlich Gößweinstein) tritt Fels an die Oberfläche; Feldgehölze, Gehölzgruppen etc sorgen in diesen Bereichen, aber auch in anderen Teilen der Flur, für eine zusätzliche Gliederung der Landschaft, Siedlungen treten infolge ihrer geringen Zahl und Ausdehnung wenig in Erscheinung; bei Kanndorf, östlich von Ebermannstadt wurde ein Teil der Landschaft zu einem Golfplatz umgestaltet

76

E5
R5

Trubachtal und Albanstieg zwischen „Walberla“ und Hetzleser Berg
tief eingeschnittener Talraum des Trubachs mit kurzen Seitentälchen; an den Talhängen zahlreiche, spektakuläre Felsformationen;

Steilanstieg der Alb mit vorgelagertem, freistehendemTafelberg (Ehrenbürg); Ehrenbürg mit der Wallfahrtskirche St. Walpurgis ist ein Ort

mit hohem Identifikationswert;

durchwegs sehr reich strukturierte und abwechslungsreiche Kulturlandschaft; Obstgehölze prägen aufgrund ihrer Vielzahl das Landschaftsbild in besonderem Maß, weite Ausblicke;

fernwirksame Objekte (Blickfangwirkung): Ehrenbürg (= „Walberla“), Burg Egloffstein

77

E4
R2

Albhochfläche östlich Gräfenberg
flachwellige Albhochfläche; Obstanbau (v.a. Kirschen) tritt im Landschaftsbild prägend in Erscheinung, in kleinerem Umfang treten Hopfengärten als auffällige Elemente im Landschaftsbild auf; kleinräumige Wirkung des Landschaftsbildes trotz des in der Fläche überwiegenden Ackerbaus

störende Wirkung: großflächiger Steinbruch östlich Gräfenberg

78

E4
R5

Talräume bei Gräfenberg
tief eingeschnittene, aber relativ weite Talräume, Oberhänge fast durchgängig bewaldet; übrige Hangbereiche mit überwiegend hoher, kleinflächig auch sehr hoher Strukturvielfalt; Erscheinungsbild der Aueflächen in Teilbereichen durch Ackerbau überprägt

Landschaftsbildraum VII:

Main- und Regnitztal

79

E4
R3

Maintal oberhalb Lichtenfels
Talraum mit breitem Talboden und mäßig steil ansteigenden Hängen; Aue z.T. mit großflächigem Grünland, auf größeren Flächen aber auch ackerbaulich überprägt; große Wasserflächen durch Nassabbau von Sand und Kies; Hangbereiche z.T. sehr strukturreich und mit hoher Bedeutung für das Landschaftsbild; im Umfeld der größeren Orte (z.B. Burgkunstadt, Hochstadt a. Main, Michelau i. OFr.) Überprägung der Tallandschaft durch Siedlung und Infrastruktur

fernwirksames Objekt (Blickfang): Ortsansicht Strössendorf
in der Umgebung des Umspannwerks Zettlitz: erhebliche Störwirkung auf das Landschaftsbild infolge der hohen Dichte von Freileitungen

80

E3
R1

Talebene des Mains bei Lichtenfels/Bad Staffelstein
sehr breiter Talboden mit deutlicher und künftig noch zunehmender Überprägung (z.B. Bau von Autobahn und ICE-Trasse) durch Siedlung, Infrastruktur und Rohstoffabbau; auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen überwiegt mit Ausnahme eines Streifens entlang des westlichen Talrandes großflächiger Ackerbau; große Wasserflächen infolge des Nass­abbaus von Sand und Kies;

der Talabschnitt steht in unmittelbarem räumlichen und inhaltlichen Bezug zu den landschaftsästhetisch höherwertigen Talhängen mit Kloster Banz und der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen (Nr. 81)

81

E4
R4

Hänge des Maintals um Kloster Banz und Vierzehnheiligen
Osthänge um Kloster Banz:

steile, teilweise bewaldete, teils offene Hänge mit naturnahem und abwechslungsreichem Erscheinungsbild

Westhänge um Vierzehnheiligen:

in großen Bereichen bewaldete, mäßig steil ansteigende Hänge um die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen; offene Hangbereiche ohne besondere Strukturvielfalt

sehr hohe Bedeutung der Talflanken für das Landschaftsbild des gesamten Talabschnitts, v.a. in Folge der beherrschenden Lage und des hohen Identifikationswertes von Kloster Banz und der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen; der Bezug der Bauwerke aufeinander und auf die umgebende Landschaft ist Teil der künstlerischen Konzeption der Bauwerke (vgl. auch Schutzgut Historische Kulturlandschaft); weite Ausblicke ins Tal (siehe auch Einheit Nr. 80)

fernwirksame Bauwerke und Erhebungen (Blickfangwirkung): Kloster Banz, Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, Eierberge

82

E5
R4

strukturreiche Hänge am Staffelberg
Steilhänge an der zum Maintal abfallenden Flanke des Staffelberges; zahlreiche Hangterrassen und Gehölzstrukturen; der Staffelberg bildet neben Kloster Banz und der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen den dritten Bezugspunkt des als „Gottesgarten am Obermain“ bezeichneten Landschaftsausschnittes (vgl. Nr. 80, 81)

83

E3
R1

Maintal zwischen Ebensfeld und Breitengüßbach
breiter Talboden mit deutlicher Überprägung durch Siedlung, Infrastruktur und insbesondere Rohstoffabbau; zahlreiche und große Baggerseen bilden z.T. regelrechte Seenplatten; auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen überwiegt großflächiger Ackerbau; Main über längere Strecken von begleitenden Gehölzen gesäumt;

84

E4
R1

Maintal um Kemmern
überwiegend ackerbaulich genutzte, traditionell geprägte Talebene des Mains; einer der wenigen größeren Talabschnitte, die weitgehend frei von großflächigem Kiesabbau geblieben sind; daher keine Verfremdung des Landschaftsbildes durch große Baggerseen

85

E5
R4

Südhänge des Maintals zwischen Bamberg und Regionsgrenze
überwiegend steile Talhänge mit vielfältiger Gliederung durch Terrassenstufen und Gehölzstrukturen mit abwechslungsreichem und naturnahem Erscheinungsbild

86

E3
R1

Maintal westlich Bamberg
Talboden des Maintals: abgesehen von einigen naturbetonten und erlebnisreichen Teilbereichen wird das Landschaftsbild stark von vielfältigen, anthropogen bedingten Veränderungen mit z.T. deutlicher Störwirkung (z.B. Industrie, Infrastruktur, Kiesabbau) (vgl. auch Tab. 4.6) bestimmt

südöstlich Oberhaid: störende Häufung von Freileitungen im Umfeld des Umspannwerks

87

E3
R2

Leitenbachtal bei Memmelsdorf
breiter, nur undeutlich eingetiefter Talraum; im Landschaftsbild dominiert großflächige Ackernutzung; in Teilabschnitten tritt die BAB A 70 als störendes Bauwerk stark in Erscheinung

88

E -
R3

städtischer Raum Bamberg
Altstadt (Weltkulturerbe!) mit markanter und weithin sichtbarer Silhouette; im Zuge der Stadtentwicklung wurden große Bereiche der Talebene aber auch Höhenlagen westlich der Altstadt städtisch überprägt

mehrere fernwirksame Bauwerke (Blickfangwirkung):
bereichernde Wirkung: Altstadt­silhouette, v.a. geprägt von den Türmen des Doms und des Michelsberges;
beeinträchtigende Wirkung: Krankenhausbau am südlichen Stadtrand

89

E3
R1

vielfältig genutztes Regnitztal südlich Bamberg
breite Talebene der Regnitz; vielfältige Nutzung des Talraums spiegelt sich im Landschaftsbild wider: Wechsel von großflächigem Ackerbau, Siedlungs- und Gewerbeflächen, Infrastruktureinrichtungen; Baggerseen; tal- und auetypische Bereiche (z.B. Grünlandflächen, gewässerbegleitende Gehölze) treten im Landschaftsbild nicht prägend in Erscheinung

störende Fernwirkung des Schlotes im Gewerbegebiet nahe Neuses a. d. Regnitz

90

E4
R2

naturnah wirkendes Regnitztal nordwestlich Hirschaid
Talbereich mit geringem Anteil an Siedlungsflächen und Infrastruktureinrichtungen; naturnah wirkende, auetypische Flächen und Strukturen treten im Landschaftsbild prägend in Erscheinung

91

E2
R1

stark nutzungsgeprägtes Regnitztal südlich Forchheim
breite Talebene der Regnitz in diesem Abschnitt stark von Infrastruktureinrichtungen sowie Siedlungs- und Gewerbeflächen geprägt; außerhalb der überbauten Bereiche dominiert großflächiger Ackerbau;

tal- und auetypische Flächen treten im Landschaftsbild kaum in Erscheinung

Landschaftsbildraum VIII:

Waldlandschaften beiderseits des Mains (Haßberge, Steigerwald)

92

E4
R4

Haßberge westlich des Baunachtals
ausgeprägt reliefierte Kulturlandschaft (große Höhenunterschiede) mit großflächig bewaldeten Kuppenlagen (hoher Laub- und Mischwaldanteil); offene Tal- und Hanglagen in größeren Teilbereichen traditionell geprägt mit abwechslungsreichem Erscheinungsbild infolge einer Vielzahl von Gehölzstrukturen

93

E4
R3

Waldgebiete des Steigerwaldes
großflächige, weitgehend geschlossene Laubwaldgebiete im Bereich der bewegt reliefierten Steigerwald-Hochfläche, Offenland überwiegend beschränkt auf kleinflächige Rodungsinseln und Wiesentäler

fernwirksames Bauwerk (Blickfang): Ruine Windeck

94

E3
R3

offene Steigerwald-Hochfläche um Ebrach
Rodungsinseln mit hohem Ackeranteil und relativ geringem Maß an landschaftlicher Gliederung

95

E5
R4

Steigerwaldtäler bei Burgwindheim
tief eingeschnittene, schmale Talräume; Hang- und Höhenlagen z.T. bewaldet (überwiegend Laub- und Mischwald), hoher Strukturreichtum der offenen Hanglagen; traditionell geprägte, kleinräumige Kulturlandschaft

Landschaftsbildraum IX:

Täler und Höhen zwischen Steigerwald und Regnitz

96

E3
R3

waldreiche Lagen zwischen Mittelebrach und Reicher Ebrach
bewegtes Relief mit weichen Geländeformen; hoher Waldanteil, Waldflächen bilden kein zusammenhängendes Waldgebiet, sondern sind von größeren Offenlandbereichen unterbrochen; auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen überwiegt Ackerbau; lange Teichketten im Allbachtal oberhalb und unterhalb Reichmannsdorf; bei Reichmannsdorf ist ein großes Areal zu einem Golfplatz umgestaltet

97

E4
R3

strukturreiche Hochflächen und Talhänge sowie Talauen der großen Talräume
Hochflächen und Talhänge

bewegtes Relief, überwiegend abwechslungs­reich gegliedertes Landschaftsbild mit vergleichsweise hoher Nutzungsvielfalt

Auen der großen Fließgewässer

großflächige Grünlandauen mit naturnahem Erscheinungsbild; Gewässerläufe durch begleitende Gehölzstrukturen über weite Strecken in der Landschaft ablesbar

fernwirksame Gebäude (Blickfangwirkung): Altenburg westlich Bamberg, Burg Lisberg

98

E3
R3

Hochflächen und Talhänge mit einförmigerem Landschaftsbild
flachwellige Hochflächen und sanft ansteigende Talhänge; Flurlagen weisen nur in Teilbereichen eine erhöhte Nutzungsvielfalt und kleinteilige Gliederung auf, in größeren Teilbereichen überwiegt der Eindruck einer vergleichsweise strukturarmen Ackerbaulandschaft

99

E4
R1

Aue der Reichen Ebrach bei Pommersfelden
großflächige Grünlandaue mit naturnahem Erscheinungsbild; die Auenlandschaft bildet einen deutlichen Kontrast zur umgebenden Agrarlandschaft

100

E3
R3

Tal bei Schlüsselfeld
weiter Talraum mit sanft ansteigenden Hängen; großflächige Grünlandaue und überwiegend ackerbaulich genutzte Hanglagen; neben

der traditionellen vom Standort geprägten Nutzungsverteilung prägen verstärkt auch Infrastruktureinrichtungen und größere Gewerbeflächen das Landschaftsbild

101

E4
R3

Talraum am Unterlauf der Aisch
weiter Talraum, mäandrierender Flusslauf durch begleitende Gehölze in der Landschaft ablesbar, größere Grünlandflächen in der Aue; in den übrigen Bereichen überwiegt Ackerbau; Hangflächen zum Teil durch Gehölzstrukturen kleinräumig gegliedert, in Teilbereichen tritt die für den Aischgrund typische Teichwirtschaft auch in diesem Tal­abschnitt als landschaftsbildprägende Nutzung auf (v.a. nördlich Haid)

fernwirksames Objekt (Blickfang): Kreuzberg mit Kreuzkapelle bei Hallerndorf

102

E3
R3

Staatsforst Untere Mark
großes, zusammenhängendes Waldgebiet auf einem flachen, mäßig reliefierten Höhenrücken; in überwiegenden Teilen nadelholzdominierte Bestände

103

E3
R3

Talräume bei Heroldsbach und Wimmelbach
weite Talräume mit sanft ansteigenden Hängen und überwiegend bewaldeten Höhenlagen, Fließgewässer auf langen Abschnitten zu Teichketten umgestaltet, Talraum des Hirtenbachs im Umfeld von Heroldsbach stark von Siedlungsflächen geprägt; im Bereich der landwirtschaftlich genutzten Fläche relativ hoher Grünlandanteil, insbesondere im Talraum westlich Wimmelbach

In der nachfolgenden Tabelle werden die in der Karte 1.5 Schutzgutkarte Landschaftsbild und Landschaftserleben als „herausragende Landschaftsbereiche“ dargestellten Einzelelemente und Elementgruppen aufgelistet. Die Verweisnummern stellen den Bezug zur Kartendarstellung her.

Tabelle A 3: Übersicht – Herausragende Landschaftsbereiche (vgl. Karte 1.5)

Nr.

Einzelelemente und Elementgruppen

in Landschaftsbild­einheit Nr.

1

naturnahe Feuchtflächen im Tal nördlich Tettau

2, nahe der Re­gionsgrenze

2

strukturreiche Hänge am Georgenberg

20, an der Grenze zu Einheit Nr. 21

3

Streuobstbestände nördlich Heldritt

20

4

Allee westlich Ahlstadt

19

5

strukturreicher Hang südlich Oettingshausen

20, an der Grenze zu Einheit Nr. 19

6

Allee südöstlich Ahlstadt

19

7

Baumreihe an der Straße östlich Mirsdorf

19

8

Quelltöpfe des Lauterbaches

17

9

Lauterberg-Südhang

17

10

strukturreiche Hänge bei Fornbach

16

11

Birkertsbach bei Weißenbrunn vorm Wald (Bachlauf mit Sinterterrassen)

16

12

Zeyerner Wand

26

13

Sommerleite bei Unterrodach

24, an der Grenze zu Einheit Nr. 26

14

„tausendjährige“ Eiche bei Nagel (Markt Küps)

32

15

strukturreiche Hänge und naturnahe Tallagen im Bereich des ehemaligen Grenzstreifens bei Gleismuthhausen

43, an der Regionsgrenze

16

Hang bei Lechenroth mit Hecken und Ranken

43

17

naturnahe Mainaue östlich Weingarten

80

18

Baumreihe am Weg nach Vierzehnheiligen

80

19

Felskrone des Staffelberges

63, an der Grenze zu Einheiten Nr. 82 und 62

20

Prallhang des Mains bei Nedensdorf

81, an der Grenze zu Einheit Nr. 80

21

naturnahe Mainaue bei Wiesen

80

22

Baumreihe zwischen Ebensfeld und Kutzenberg

36

23

Wacholderheide bei Wallersberg

67

24

Wacholderheide bei Kleinziegenfeld

67

25

Wacholderheide im Leitenbachtal oberhalb Roßdach

64

26

Kraiberg-Südhang

49

27

ehemalige Weinterrassen am Kunkelsbühl

85

28

Weinbergsbrachen nahe Viereth

97

29

Altarm des Mains nördlich Bischberg

86

30

Ellerbachschlucht südöstlich Tiefenellern

70

31

Obstbaumreihe nördlich Hohenpölz

68, an der Grenze zu Einheit Nr. 69

32

Zufahrtsalle zu Schloss Greifenstein

66

33

Amstling

70 (südliche Teilfläche)

34

Sinterterrassen des Bernbrunnens

70 (südliche Teilfläche)

35

Binghöhle

73

36

Sinterterrassen im Ramstertal

76

37

Retterner Kanzel

70 (südliche Teilfläche)

38

Örtlbergteiche

89

39

Steinerne Frau, Zwillingsfelsen am „Walberla“

76

40

Ehrenbürgfelsen

76

41

Rötelfels

76

42

Felsen bei Hardt

76

43

Häufung bizarrer Felsformationen um Bärnfels

75

44

Hüllweiher bei Hilpoltstein

77

45

Sinterterrassen im Lillachtal

78

46

Hohlweg im Ölschiefer-Gestein

76

47

Obsthänge bei Ebersbach

58

48

Wasserschöpfrad bei Hausen

91


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