6.4.4     Ziele für die Biotopverbundachsen (Karte 4.4)

Sowohl für den regionalen als auch für den landesweiten Biotopverbund kommt bestimmten Landschaften oder Teil-Landschaften die Funktion bedeutender räumlicher Verbindungselemente zu. Sie stellen Wander- und Ausbreitungskorridore für viele Pflanzen- und Tierarten dar, die für das Überleben der Populationen oftmals entscheidend sind. In der Beachtung und Stärkung dieser Biotopverbundachsen ist daher eine wichtige Aufgabe der Regionalplanung als Beitrag zum Aufbau und zur Optimierung eines funktionsfähigen regionalen Biotopverbunds zu sehen.

Im folgenden werden für die Region Oberfranken-West wichtige Biotopverbundachsen dargestellt. Als hervorragend werden diese Achsen dann eingestuft, wenn sie verschiedene Naturräume miteinander verbinden und ihnen daher überregionale oder sogar landesweite Bedeutung zukommt. Außerdem kann den Verbundachsen auch in den Fällen eine hervorragende Bedeutung zugesprochen werden, in denen sie für überregional oder landesweit bedeutsame Arten eine wichtige Verbindungsfunktion erfüllen oder erfüllen sollten. Alle anderen Biotopverbundachsen werden, soweit sie regional bedeutsam sind, als Biotopverbundachsen mit besonderer Bedeutung behandelt.

Wichtige Achsen für den regionalen Biotopverbund sind in der Region Oberfranken-West neben den bedeutenden Bach- und Flusstälern auch bandartige Landschaftseinheiten mit besonderer geologischer und geomorphologischer Ausprägung, die durch einen hohen Anteil wertvoller Biotope und einem hohen Entwicklungspotenzial für seltene und gefährdete Lebensräume gekennzeichnet sind. Beispielhaft hervorzuheben ist hier vor allem der Albtrauf der Nördlichen Frankenalb oder die im Westen der Region aus der Nachbarregion hereinragenden Maintalhänge des südlichen Haßbergetraufs und des nördlichen Steigerwaldtraufs. Als wichtige Achse für Arten der Trockenlebensräume sind außerdem der Höhenzug der Langen Bergen im nördlichen Grabfeldgau und die sog. Bruchschollenkuppen am Nordostrand des Itz-Baunach-Hügellandes zu nennen.

In der Region Oberfranken-West können außerdem die großen zusammenhängenden Wälder vor allem im Frankenwald und im Steigerwald als großräumige Verbundsysteme betrachtet werden; ihnen kommt insbesondere für Waldarten mit großen Arealansprüchen eine hohe Bedeutung zu. Ebenso stellt der gesamte Bereich des Albtraufs und der damit in Verbindung stehenden Talhänge der Nördlichen Frankenalb ein großräumiges Biotopverbundsystem mit hohem Anteil seltener und gefährdeter Arten und Lebensräume dar.

Biotopverbundachsen mit hervorragender Bedeutung

 

Das Maintal (BV 1) soll in seiner Funktion als landesweit bedeutsame Biotopverbundachse zwischen Nordostbayern und Rheingebiet gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachse soll die Biotopverbundfunktion für Arten sowohl der Auwälder, Altwässer, Fließ- und Stillgewässer sowie weiterer typischer Auenstandorte als auch für Arten der Sandmagerrasen und Kiesschotterflächen gefördert werden.  

Das Maintal stellt neben dem Regnitztal die zentrale Biotopverbundachse in der Region Oberfranken-West dar und ist über annde Gebiete und seitliche Achsen an viele Naturräume angebunden. Bezogen auf den gesamten Verlauf gilt das Maintal als landesweit bedeutsame Biotopverbundachse für viele Pflanzen- und Tierarten, insbesondere für an Flußauen und deren Lebensräume gebundene Arten. Trotz zahlreicher intensiver Nutzungen und Überprägungen bietet das Maintal einen Großlebensraum für zahlreiche Arten der Flüsse, Stillgewässer (Baggerseen, Altwässer) und Flussauen. Eine Besonderheit stellen auch Kiesschotterflächen und die Sandmagerrasen nördlich von Bamberg dar. Die Förderung des Biotopverbunds für Arten der Sandmagerrasen und allgemein des Extensivgrünlands auf den Sandböden in Verbindung mit den herausragenden Sandgebieten im Regnitztal (siehe BV 2 und BV 3) stellt hier eine wichtige Aufgabe des Naturschutzes dar. Entsprechende Naturschutzbemühungen werden aktuell im Rahmen des Vorhabens „Sandachse Franken“ vorangetrieben (siehe Ziele A 23 und A 24). Eine wichtige weitere Funktion erfüllt das Maintal als landesweit bedeutsames Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel.

Der Flusslauf des Mains selbst ist in seiner Verbundfunktion aufgrund zahlreicher Unterbrechungen durch Querbauwerke stark eingeschränkt; die Durchgängigkeit für Flussarten wird auch durch Änderung des Gewässercharakters behindert, da der Fluss oberhalb von Querbauten eher einem Stillgewässer gleicht. Auf der anderen Seite stellen die großflächigen Stauhaltungen im Oberwasser überregional bedeutsame Rastgebiete (Entenvögel, Limikolen etc.) und im eisfreien Unterwasser sogar Überwinterungsgebiete für hochgefährdete Arten (Gänsesäger, Graureiher etc.) dar (siehe Ziele A 11.3, A 11.4, A 11.5, A 11.6, A 11.7, A 11.10).

Das Regnitztal (BV 2) soll in seiner Funktion als landesweit bedeutsame Biotopverbundachse mit Anbindung an die landesweit bedeutsame Biotopverbundachse des Maintals gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachse soll die Biotopverbundfunktion für Arten sowohl der Auwälder, Altwässer, Fließ- und Stillgewässer sowie weiterer typischer Auenstandorte als auch für Arten der Sandmagerrasen und Kiesschotterflächen gefördert werden.  

Das Regnitztal stellt neben dem Maintal die zentrale Biotopverbundachse in der Region Oberfranken-West dar und ist über annde Gebiete und seitliche Achsen an viele Naturräume angebunden. Bezogen auf den gesamten Verlauf gilt das Regnitztal als landesweit bedeutsame Biotopverbundachse für viele Pflanzen- und Tierarten, insbesondere für Arten der Flußauen und deren Lebensräume. Als Besonderheit kommt hier die Biotopverbundfunktion für Arten der Sandlebensräume hinzu, denn das Regnitztal einschließlich seiner Randgebiete (siehe BV 3) besitzt auch als Teil der größten Lockersandvorkommen Bayerns eine landesweite Bedeutung. Die Förderung des Biotopverbunds für die Arten der Sandmagerrasen und allgemein des Extensivgrünlands auf den Sandböden stellt daher hier eine wichtige Aufgabe des Naturschutzes dar. Entsprechende Naturschutzbemühungen werden aktuell im Rahmen des Vorhabens „Sandachse Franken“ vorangetrieben (siehe Ziele A 23 und A 24).

Trotz zahlreicher intensiver Nutzungen und Überprägungen bietet das Regnitztal einen Großlebensraum für Arten der Flüsse, Stillgewässer (Baggerseen, Altwässer) und Flussauen; ferner dient das Regnitztal in Teilbereichen als landesweit bedeutsames Rast- und Überwinterungsgebiet für Zugvögel.

Der Flusslauf der Regnitz selbst ist in seiner Verbundfunktion aufgrund zahlreicher Unterbrechungen durch Querbauwerke stark eingeschränkt; die Durchgängigkeit für Flussarten wird auch durch Änderung des Gewässercharakters behindert, da der Fluss oberhalb von Querbauten eher einem Stillgewässer gleicht. Auf der anderen Seite können die Stauhaltungen zusammen mit den Baggerseen eine hohe Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiete für viele Vogelarten erlangen (siehe Ziele A 11.8, A 11.9, A 11.10).

Die Gebiete mit anstehenden Sandböden am Rand des Main- und Regnitztals (BV 3) sollen in ihrer Funktion als landesweit bedeutsame Biotopverbundachsen mit Anbindung an die landesweit bedeutsamen Sandstandorte innerhalb der Verbundkorridore Main- und Regnitztal gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachse soll die Lebensraum- und Biotopverbundfunktion vor allem für Arten der Sandstandorte gefördert werden.  

Über die Sandgebiete im Regnitztal mit zum Teil landesweit bedeutsamen Lebensräumen hinaus stehen auch im Maintal nördlich Bamberg im Raum Breitengüßbach und Kemmern sowie am Ostrand der Stadt Bamberg und innerhalb des Hauptsmoorwalds östlich Bamberg Sandböden an, so dass auch hier, in den Randbereichen der großen Flusstäler von Main und Regnitz, von einer wichtigen Verbundachse mit hohem Entwicklungspotenzial für Sandlebensräume gesprochen werden kann. Die noch vorkommenden Sandmagerrasen sind hier oftmals beeinträchtigt, von weiteren Flächenverlusten durch Überbauung und vor allem auch durch Sukzession bedroht. Dadurch verschärft sich die Isolationsproblematik und mit weiteren Artenverlusten ist zu rechnen. Auch die lichten Kiefernwälder auf den Sandstandorten im Hauptsmoorwald weisen in Teilbereichen noch bedeutende Sandvegetation auf; für die Erhaltung und Ausweitung ist vor allem der lichte Charakter dieser Kiefernwälder ausschlaggebend.

Vor diesem Hintergrund ist die Förderung des Biotopverbunds für die Arten der Sandmagerrasen und allgemein des Extensivgrünlands und der lichten Wälder auf den Sandböden dringend notwendig. Entsprechende Naturschutzbemühungen werden aktuell im Rahmen des Vorhabens „Sandachse Franken“ vorangetrieben (siehe Ziele A 23 und A 24).

Der Geländeanstieg zum Frankenwald (BV 4) soll in seiner Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachse zwischen verschiedenen Naturräumen in den Nachbarregionen gestärkt werden. Im gesamten Verlauf zwischen den Regionsn im Westen und Osten soll die Verbundfunktion besonders für die Arten der Wälder gefördert werden.  

Der Anstieg des Frankenwaldes aus dem im Südwesten vorgelagerten Obermainischen Hügelland (die so genannte „Fränkische Linie“) ist in weiten Bereichen mit Wäldern bestockt. Abschnittsweise handelt es sich um naturnahe Laubmischwaldbestände. Er hebt sich damit deutlich von den waldärmeren Landschaften des Muschelkalkzuges ab und stellt einen nahezu geschlossenen, bewaldeten Verbundkorridor zwischen den naturschutzfachlich wertvollen Naturräumen des Thüringer Waldes im Nordwesten (unter anderem mit Anbindung an das „Grüne Band“; siehe BV 44) und des Hohen Fichtelgebirges in der Region Oberfranken-Ost dar. Dem Frankenwaldanstieg kommt eine herausragende Bedeutung als Biotopverbundachse für die nordost-oberfränkischen Mittelgebirge zu und er fungiert als Wanderkorridor für landesweit bedeutsame Tier- und Pflanzenarten (siehe Ziel A 39.2).

Der Muschelkalkzug nördlich und östlich von Kronach (BV 5) soll in seiner Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachse mit Anbindung an die Muschelkalkgebiete in der Nachbarregion und Verbindung verschiedener Naturräume gestärkt werden. Im gesamten Verlauf zwischen dem Kronachtal nordöstlich von Kronach bis zur östlichen Regions nahe Seibelsdorf soll seine Funktion als wichtige, teils großflächig ausgebildete Verbindungsachse vor allem für Arten der Trockenlebensräume und strukturreicher Kulturlandschaften gefördert werden.  

Diese Trocken-Verbundachse mit anstehendem Muschelkalk im Obermainischen Hügelland verläuft von strukturreichen Gebieten nördlich Kronach in südöstlicher Richtung und erstreckt sich im Osten von Kronach weiter in die benachbarte Region Oberfranken-Ost. Die Gebiete, die von den geologischen Formationen des Muschelkalks geprägt sind, zeichnen sich durch strukturreiche Landschaften und zum Teil naturschutzfachlich sehr wertvolle Trockenlebensräume sowie durch ein hohes Entwicklungspotenzial für seltene und gefährdete Lebensräume aus. Beispielsweise die großflächigen Heckengebiete, die zwischen Kronach und östlicher Regions sowie im Norden von Kronach liegen, sind aufgrund ihrer Flächengröße, Heckendichte und Artenausstattung überregional bedeutsam.

In Anbetracht der bandartigen, sich in der Nachbarregion entlang mehrerer Naturräume erstreckenden Ausdehnung und der strukturreichen Kulturlandschaften im Bereich dieser geologischen Formation kommt dem Muschelkalkzug eine hervorragende Bedeutung als überregionale Trocken-Verbundachse zu (siehe Ziel A 29).

Die Traufbereiche der Nördlichen Frankenalb (Albanstieg; BV 6) sollen zusammen mit den Talhängen in der Nördlichen Frankenalb (BV 7) in ihrer Funktion als landesweit bedeutsame Biotopverbundachsen gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachsen soll die Biotopverbundfunktion vor allem für Arten strukturreicher Kulturlandschaften und naturnaher Laub- und Mischwälder sowie insbesondere der Trockenstandorte und noch intakter Quell- und Bachlebensräume gefördert werden.  

Der Steilanstieg der Nördlichen Frankenalb erstreckt sich als äußerst vielfältiger und strukturreicher Landschaftsraum entlang der nördlichen und westlichen Naturraum. Innerhalb des Naturraums setzt sich dieser Landschaftscharakter in Form der talbegleitenden Steilhänge fort, so dass weite Teile des Naturraums von diesem Verbundkorridor durchzogen werden. Der Albanstieg und die Talhänge weisen einen hohen Waldanteil auf; wobei vor allem die sehr steilen Hänge vielfach mit naturnahen Laubwäldern bestockt sind. Die waldfreien Hänge zeichnen sich durch reich gegliederte Kulturlandschaften mit Hutungen, Magerwiesen, Heckengebieten und Streuobstbeständen aus. Vor allem im Süden der Region kommen auf flacheren Hangabschnitten sehr ausgedehnte Streuobstbestände vor.

Als bandartig ausgeprägte, äußerst strukturreiche Landschaft mit einem vielfältigen Lebensraumspektrum stellen der Albtrauf und die Talhänge der Nördlichen Frankenalb eine landesweit bedeutsame Verbundachse für viele Pflanzen- und Tierarten der extensiv genutzten Kulturlandschaften und Hangwälder dar. Von herausragender Bedeutung ist vor allem die Funktion als Wanderkorridor für viele Arten der Trockenstandorte (siehe Ziel A 08.2).

Die Täler des Frankenwalds (BV 8) sollen zusammen mit dem Rodachtal (z. Main, BV 9), Kronachtal (BV 10) und Haßlachtal (BV 11) ebenso wie die Täler von Steinach (BV 12) und Föritz (BV 13) in ihrer Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachsen gestärkt werden. Als wichtige Verbindungskorridore zwischen Frankenwald bzw. Thüringer Wald und Obermainischem Hügelland mit Anbindung an die landesweit bedeutsame Biotopverbundachse des Maintals soll insbesondere ihre Verbundfunktion für Arten der Gewässer- und typischen Auenlebensräume gefördert werden. Daneben soll an bestehenden Talhängen auch der Biotopverbund für Arten strukturreicher Hänge und der eher nährstoffarmen und trockenen Standorte weiter ausgebaut werden.  

In den schmalen, tief eingeschnittenen Tälern des Frankenwalds, die überwiegend in Nord-Süd-Richtung verlaufen, liegen naturschutzfachlich äußerst wertvolle Feuchtflächen mit zahlreichen Vorkommen seltener und gefährdeter Arten. Innerhalb des Frankenwalds stellen diese Talzüge mit Anbindung an die Hauptfließgewässer Rodach, Kronach und Haßlach und damit das Obermainische Hügelland wichtige Biotopverbundachsen für Arten der Offenlandschaften und insbesondere der Feuchtlebensräume dar.

Auch die Täler der Steinach und der Föritz zeichnen sich durch wertvolle Lebensräume, unter anderem auch für wiesenbrütende Vogelarten aus. Die Föritzniederung erreicht erst zusammen mit annden Gebieten in Thüringen hohe Qualität. Beide Täler stellen wichtige Verbindungen zwischen der großflächigen Senke südlich Sonneberg in Thüringen mit ihren ausgedehnten Feuchtgebieten (unter anderem mit Anbindung an das „Grüne Band“; siehe BV 44) und dem Rodach-Main-System dar. Aufgrund der Verbindung verschiedener Naturräume und der wertvollen Lebensräume in den Auen sowie teils auch an den Talhängen gelten die genannten Täler als Biotopverbundachsen mit hervorragender Bedeutung (siehe Ziele 39.1, A 25 und A 26).

Die nördlichen Talhänge des Obermaintals im Obermainischen Hügelland (BV 14) sollen in ihrer Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachsen gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachse soll die Biotopverbundfunktion vor allem für Arten der Trockenstandorte und strukturreichen Hänge gefördert werden.  

Im Obermainischen Hügelland zieht sich entlang der südexponierten Maintalhänge ein bandartiges Vorkommen mehrerer bedeutsamer Trockenstandorte. Insbesondere auf dolomitischer Arkose, die oftmals steile Böschungen und Prallhänge bedingt, treten besonders wertvolle, regional und überregional bedeutsame Trockenlebensräume auf. In Teilbereichen sind noch einzelne alte Weinbergsterrassen erhalten; teilweise sind die Magerrasen bereits stark verbuscht. In Verbindung mit den hier noch verbreiteten Extensivwiesen, wärmeliebenden Säumen, Streuobstwiesen, Hecken und anderen Gehölzbeständen liegen hier hochwertige Ansätze für ein Mager-Trocken-Verbundssystem vor. Auch wenn diese Ausbreitungsachse für Arten der Trockenlebensräume überwiegend innerhalb eines Naturraums verläuft und die Biotopverbundsituation insgesamt optimierungsbedürftig ist, wird dieser bandartigen Landschaftseinheit aufgrund der hohen Bedeutung für seltene und gefährdete Artenvorkommen eine hervorragende Bedeutung als Biotopverbundachse zugesprochen (siehe Ziel A 07.1).

Die Täler des Lauterbachs (z. Itz; BV 15), des Sulzbachs (BV 16) und der Rodach (z. Itz; BV 17) sollen in ihrer Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachsen zwischen Grabfeldgau und Itz-Baunach-Hügelland gestärkt werden. Die wichtigen Nebentäler der Rodach von Helling (BV 18), Kreck (BV 19) und Tambach (BV 20) sollen insbesondere als Verbindungskorridore zwischen den Wiesenbrütergebieten dieser Talräume gefördert werden. Zusammen mit dem Tal der Alster (BV 21) sollen diese Täler in ihrer Funktion als wichtige Biotopverbundachsen im Itz-Baunach-Hügelland mit Anbindung an den überregional bedeutsamen Verbundkorridor des Itztals insbesondere für Arten der Gewässer- und Feuchtbiotope gestärkt werden.  

Die genannten Täler gehören dem Rodach- und Itzsystem an. Sie haben ihren Ursprung teils im Grabfeldgau (z.T. auch im Südlichen Vorland des Thüringer Waldes) und teils innerhalb des Itz-Baunach-Hügellandes und führen nach südlicher Richtung letztlich in das Itztal, der wichtigsten Hauptachse des Itz-Baunach-Hügellands. Bemerkenswert ist bei diesen Achsen, auch bei denen, die nicht verschiedene Naturräume verbinden, dass viele ihrer Talabschnitte eine hohe naturschutzfachliche Bedeutung aufweisen, was unter anderem mehrfach auch durch das Vorkommen wiesenbrütender Vogelarten zu begründen ist. Folglich fungieren diese Täler als Wanderkorridore für typische gewässer- und auegebundene Pflanzen- und Tierarten sowie insbesondere für Wiesenbrüter. Aufgrund dieser Qualitäten (teilweise auch aufgrund der Anbindung an das „Grüne Band“; siehe BV 44) kommt auch den nicht naturraumübergreifenden Tälern eine hervorragende Bedeutung als Biotopverbundachsen zu.

Neben dem Erhalt naturnaher Abschnitte sollen die ggf. überprägten Abschnitte dieser Täler optimiert werden. Ebenso sollten vor allem in Ufernähe naturnahe Entwicklungen vorangetrieben werden. Eine Verbesserung der Durchgängigkeit innerhalb der Gewässerlebensräume ist allgemein anzustreben. Insbesondere in den Wiesenbrütergebieten soll auf einen möglichst hohen Grünlandanteil mit größeren Teilbereichen extensiver Grünlandnutzung hingewirkt werden (siehe Ziele A 25 und A 26).

Die Täler der Itz (BV 22), der Röden (BV 23) und der Baunach (BV 24) sollen in ihrer Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachsen zwischen verschiedenen Naturräumen und mit Anbindung an die landesweit bedeutsame Biotopverbundachse des Maintals gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachsen soll die Biotopverbundfunktion für Arten sowohl der Fließgewässer als auch der typischen Auenlebensräume gefördert werden.  

Das Itztal stellt zusammen mit dem Nebenfluss der Röden innerhalb der Region die zentrale Biotopverbundachse des Itz-Baunach-Hügellands dar, die im Norden an den Grabfeldgau bzw. das Südliche Vorland des Thüringer Waldes (damit auch an das „Grüne Band“; siehe BV 44) und im Süden an das Maintal angebunden ist. Im aktuellen Zustand kann dem Itztal über weite Teile eine hohe Lebensraumqualität zugesprochen werden. Der überwiegende Teil innerhalb des Itz-Baunach-Hügellandes gilt als Wiesenbrütergebiet.

Auch das Baunachtal mit Ursprung in den nördlichen Haßbergen (in der Nachbarregion) und der Anbindung an das Maintal stellt eine zentrale Biotopverbundachse im Itz-Baunach-Hügelland dar, die allerdings nur über wenige Kilometer innerhalb der Region verläuft.

Die hervorragende Bedeutung für den regionalen Biotopverbund liegt in beiden Fällen einerseits in der naturraumübergreifende Verbundfunktion mit Anbindung an die landesweit bedeutsame Maintalachse und andererseits in der naturschutzfachlich überregionalen Bedeutung vieler Talabschnitte (siehe Ziele A 25 und A 26).

Der Muschelkalkzug der Langen Berge und die Bruchschollenkuppen (BV 25) sollen in ihrer Funktion als überregional bedeutsame Biotopverbundachse gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachse, die sich entlang der Langen Berge über das großflächige Halbtrockenrasengebiet des Lauterbergs weiter über die Bruchschollenkuppen erstreckt, soll die Biotopverbundfunktion vor allem für Arten der Trockenlebensräume und strukturreicher Kulturlandschaften gefördert werden.  

Diese Trocken-Verbundachse erstreckt sich innerhalb der Region entlang des Muschelkalkzugs der Langen Berge im nördlichen Grabfeldgau (dort unter anderem mit Anbindung an das „Grüne Band“; siehe BV 44) von nordwestlicher nach südöstliche Richtung und führt über das Gebiet der Bruchschollenkuppen am nordöstlichen Rand des Itz-Baunach-Hügellandes weiter bis zum östlich gelegenen Obermainischen Hügelland. Die Gebiete, die von den geologischen Formationen des Muschelkalks und den Bruchschollenkuppen geprägt sind, zeichnen sich durch strukturreiche Landschaften und zum Teil naturschutzfachlich sehr wertvolle Trockenlebensräume sowie durch ein hohes Entwicklungspotenzial für seltene und gefährdete Lebensräume aus. Aufgrund der bandartig sich über mehrere Naturräume erstreckenden Ausdehnung dieser geologischen Formationen kommt ihnen eine hervorragende Bedeutung als Trocken-Verbundachse zwischen dem Thüringer Muschelkalk und der Nördlichen Frankenalb zu. Außerdem fungieren sie als Wanderkorridor für überregional bedeutsame Pflanzen- und Tierarten (siehe Ziel A 29).

Die Täler der Weismain mit Krassach (BV 26), des Lauterbachs (z. Main) mit Döritz (BV 27), der Leinleiter (BV 28), des Trubachs (BV 29), der Wiesent (BV 30) mit Aufseß-, Ailsbach- und Püttlachtal (BV 30) sowie der jeweiligen Nebentäler sollen aufgrund ihrer hohen Lebensraumqualität als überregional bedeutsame Biotopverbundachsen gestärkt werden. Als wichtige Verbindungskorridore innerhalb der Nördlichen Frankenalb mit direkter oder indirekter Anbindung über das Albvorland an das Main- bzw. Regnitztalsystem soll ihre Verbundfunktion für Arten der Gewässer- und Feuchtbiotope gefördert werden. Daneben soll an den Talhängen insbesondere der Biotopverbund für Arten der Trockenstandorte und strukturreicher Hänge weiter ausgebaut werden.  

Die genannten Biotopverbundachsen haben ihren Ursprung im naturschutzfachlich äußerst hochwertigen Naturraum der Nördlichen Frankenalb, innerhalb dessen sie die wichtigsten Verbundkorridore  darstellen. In ihrem weiteren Verlauf durch das Obermainische Hügelland bzw. das Vorland der Nördlichen Frankenalb bilden sie wichtige Verbindungen zum Main- und Regnitztal und auf diesem Weg zu den beiden landesweit bedeutsamen und damit wichtigsten Biotopverbundachsen der Region. Die Fließgewässer zeichnen sich vielfach durch wertvolle Quellgebiete aus; in einigen Fällen sind die Oberläufe als naturschutzfachlich äußerst wertvolle Sinterbäche ausgebildet. Im Bereich vieler Tal­abschnitte kommen neben den wertvollen Feuchtbiotopen der Bachauen auch sehr bedeutende Lebensräume an den Talhängen vor, wodurch diesen Verbundachsen auch eine wichtige Rolle als Ausbreitungsband für Arten der Trockenstandorte zukommt (siehe Ziele A 08.2, A 08.3, A 08.4, A 08.5, A 25, A 26).

Die Täler des Kellbachs (BV 31), des Leitenbachs (BV 32), des Gründleinsbachs mit Ellernbach (BV 33), des Zeegenbachs (BV 34), des Eggerbachs (BV 35) und der Schwabach (BV 36) sollen aufgrund ihrer hohen Lebensraumqualität als überregional bedeutsame Biotopverbundachsen gestärkt werden. Als wichtige Verbindungskorridore zwischen Anstieg (Trauf) der Nördlichen Frankenalb mit direkter Anbindung über das Albvorland an das Main- bzw. Regnitztalsystem soll ihre Verbundfunktion für Arten der Gewässer- und Feuchtbiotope gefördert werden. Daneben soll an den Talhängen insbesondere der Biotopverbund für Arten der Trockenstandorte und strukturreicher Hänge gefördert werden.  

Die genannten Biotopverbundachsen haben ihren Ursprung im naturschutzfachlich äußerst hochwertigen Traufbereich der Nördlichen Frankenalb (Albanstieg). In ihrem weiteren Verlauf durch das Vorland der Nördlichen Frankenalb bilden sie wichtige Verbindungen zu den landesweit bedeutsamen Verbundkorridoren des Main- und Regnitztals. Die Fließgewässer zeichnen sich vielfach durch wertvolle Quellgebiete im Traufbereich aus; in einigen Fällen sind die Oberläufe als naturschutzfachlich äußerst wertvolle Sinterbäche ausgebildet. Im Bereich einiger Talabschnitte kommen neben den wertvollen Feuchtbiotopen der Bachauen auch bedeutende Lebensräume an den Talhängen vor, wodurch diesen Verbundachsen auch eine wichtige Rolle als Ausbreitungsband für Arten der Trockenstandorte und strukturreicher Hänge zukommt (siehe Ziele A 08.2, A 08.3, A 08.4, A 08.5, A 25, A 26).

Die Täler der Aurach (BV 37), der Rauhen Ebrach (BV 38), der Mittelebrach (BV 39), der Reichen Ebrach (BV 40) und der Aisch (BV 41) sollen in ihrer Funktion als Biotopverbundachsen zwischen verschiedenen Naturräumen gestärkt werden. Als wichtige Verbindungskorridore zwischen Steigerwald und Mittelfränkischem Becken mit Anbindung zur landesweit bedeutsamen Biotopverbundachse des Regnitztals soll insbesondere ihre Verbundfunktion für Arten der Gewässer- und Feuchtbiotope gefördert werden. Beim Aischtal und den unmittelbar annden Gebieten kommt außerdem die wichtige Biotopverbundfunktion für Arten der Sandlebensräume mit Anbindung an das Regnitztal als landesweit bedeutsamen Verbundkorridor für Arten der Sandstandorte hinzu.  

Die genannten Biotopverbundachsen haben ihren Ursprung zum überwiegenden Teil in den Waldgebieten des Steigerwalds und stellen mit ihrem weiteren Verlauf durch das Mittelfränkische Becken wichtige Verbindungen zur landesweit bedeutsamen Hauptachse des Regnitztals dar. Viele Tal­abschnitte zeichnen sich aktuell durch eine überwiegende Grünlandnutzung und einen hohen Anteil naturnaher Biotope und extensiver Nutzungsformen aus; ihnen kann daher eine hohe aktuelle Lebensraumqualität zugesprochen werden. Einige Talabschnitte sind aber durch intensive Nutzung geprägt und eher arm an naturbetonten Strukturen; auch die Durchgängigkeit der Fließgewässer ist in vielen Fällen eingeschränkt. Oftmals besteht daher zum Teil ein erheblicher Optimierungsbedarf, um die Biotopverbundfunktion dieser Talräume zu stärken. Als Besonderheit sind die nördlich des Aischgrunds (nahe der Regions) vorkommenden überregional und landesweit bedeutsamen Trockenlebensräume auf Sand (Sand-Kiefernwälder, Sandmagerrasen, z.T. sekundär in Verbindung mit Sandabbau) hervorzuheben, für die das Aischtal mit seinen Randbereichen einen wichtigen Verbindungskorridor zu den landesweit bedeutsamen Sandstandorten im Regnitztal darstellt.

Aufgrund der Verbindung verschiedener Naturräume und teilweise auch der wertvollen Lebensräume in den Auen und an den Talhängen gelten diese Talräume als Biotopverbundachsen hervorragender Bedeutung (siehe Ziele A 25 und A 26).

Die Maintalhänge am Süd- und Ostrand der Haßberge (BV 42) und am Nordrand des Steigerwalds (BV 43) sollen in ihrer Funktion als landesweit bedeutsame Biotopverbund­achsen (in Verbindung mit dem Haßberge- und Steigerwaldtrauf in der Region Main-Rhön) gestärkt werden. Innerhalb dieser Hauptachsen soll die Biotopverbundfunktion vor allem für Arten der Trockenstandorte und strukturreichen Hänge gefördert werden.  

Die steilen Hanglagen beiderseits des Mains an der westlichen Regions werden von den Steilanstiegen der Haßberge und des Steigerwalds gebildet und stellen die Fortsetzung der jeweiligen landesweit bedeutsamen Traufbereiche in der Nachbarregion dar. Als bandartig ausgeprägte, äußerst strukturreiche Landschaftseinheiten mit einem vielfältigen Lebensraum- und Standortspektrum stellen die Maintalhänge landesweit bedeutsame Verbundachsen für viele Pflanzen- und Tierarten der Hangwälder und der extensiv genutzten Kulturlandschaften, wie z.B. Hecken- und Streuobstgebiete, dar. Entlang der überwiegend südexponierten Hänge der Haßberge ist vor allem die Funktion als Wanderkorridor für Arten der Trockenstandorte, insbesondere auch der Sandlebensräume von herausragender Bedeutung (siehe Ziele A 30, A 23, A 24).

Das so genannte „Grüne Band“ (BV 44) entlang der ehemaligen innerdeutschen soll in seiner Funktion als landesweit bedeutsame Biotopverbundachse gestärkt werden. Innerhalb dieser landesweit bedeutsamen Achse soll die Biotopverbundfunktion für Arten der verschiedensten Wald- und Offenland-Biotope gefördert werden.  

Entlang der ehemaligen innerdeutschen und damit auch über weite Strecken entlang der nördlichen der Region Oberfranken-West erstreckt sich das so genannte „Grüne Band“, eine Kette von wertvollen Lebensräumen. Es umfasst den eigentlichen, meist ca. 50 - 200 m breiten „Todesstreifen“ zwischen Kolonnenweg und ehemaliger Staats sowie vielerorts auch benachbarte Flächen. Als Folge der über Jahrzehnte währenden Nutzungsruhe und Abgeschiedenheit konnte sich ein zusammenhängendes Band von naturnahen Biotopen entwickeln. Gewässer, Sümpfe, Heiden, Altgrasfluren, Gebüsche und Wälder sind Rückzugsraum für seltene Tierarten wie Fischotter, Schwarzstorch oder Braunkehlchen. In seinem gesamten Verlauf reicht diese Biotopverbundachse von der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bis in das Dreiländereck Sachsen – Bayern – Tschechische Republik. Mit seinen 1.393 km Länge stellt es ein Biotopverbundsystem von bundesweiter Bedeutung dar. Auf weiten Strecken finden sich hier naturnahe Flächen, die als Ausbreitungswege und auch als Lieferbiotope vieler Arten und damit als Anknüpfungspunkte für eine Aufwertung der annden Gebiete dienen können. Im Bereich der innerhalb der Region betroffenen Naturräumlichen Haupteinheiten Nordwestlicher Frankenwald, Südliches Vorland des Thüringer Waldes und Grabfeldgau sollten folglich auch benachbarte Gebiete für den Arten- und Biotopschutz zur Verfügung gestellt und weiter entwickelt werden.

Während Abschnitte des "Grünen Bandes" schon naturschutzrechtlich gesichert und weitere Schutzgebiete geplant sind, wird es anderenorts teils wieder illegal genutzt oder durch Verkehrswege zerschnitten. Es ist daher dringend notwendig, dass das "Grüne Band" als längster Wald- und Offenland-Biotopverbund Deutschlands in seiner Funktion als großräumiges Biotopverbundsystem auf Dauer gesichert wird. Die Fläche des „Grünen Bandes“ gehört zwar zum Gebiet des Freistaats Thüringen, dennoch sind aber auch Maßnahmen innerhalb der Region Oberfranken-West sinnvoll, um einerseits die Biotopverbundfunktion durch die Anbindung benachbarter Gebiete zu stärken und andererseits bei der Entwicklung von Lebensräumen von der Funktion als Lieferbiotop zu profitieren.

Biotopverbundachsen mit besonderer Bedeutung

 

Die Täler des Fischbachs (BV 45), des Leßbachs mit Schallermühlbach (BV 46) und des Leuchsenbachs (BV 47) im Obermainischen Hügelland sollen in ihrer Funktion als regional bedeutsame Biotopverbundachsen insbesondere für Arten der Gewässer- und Feuchtlebensräume gestärkt werden. Soweit die Auen von steileren Talhängen begleitet werden, soll entlang der Täler auch die Verbesserung des Biotopverbunds für Arten der strukturreichen Hanglagen und ggf. der Trockenstandorte angestrebt werden.  

Bachtälern kommt innerhalb der Kulturlandschaft aufgrund ihrer besonderen Standortbedingungen und ihrer linearen Ausdehnung meist eine besondere Biotopverbundfunktion zu. Für den regionalen Biotopverbund sind Täler vor allem dann von besonderer Bedeutung, wenn sie aufgrund ihrer Lage innerhalb eines Naturraums zentrale Achsen darstellen, oder wenn sie aus naturschutzfachlicher Sicht besonders bedeutende Gebiete und Lebensräume miteinander verbinden. Als Ergänzung zu den Biotopverbundachsen mit hervorragender Bedeutung kommt den genannten Tälern einschließlich ihrer Talhänge eine wichtige Rolle im regionalen Biotopverbund zu (siehe Ziel A 26).

Die Täler des Ehrenbachs (BV 48), der Trubbach (BV 49), des Kreuzbachs (BV 50) und des Brandbachs (BV 51) sollen in ihrer Funktion als regional bedeutsame Biotopverbundachsen gestärkt werden. Als wichtige Verbindungskorridore zwischen Nördlicher Frankenalb bzw. Albtrauf und Vorland der Nördlichen Frankenalb mit Anbindung an die landesweit bedeutsame Biotopverbundachse des Regnitztals soll ihre Verbundfunktion insbesondere für Arten der Gewässer- und Feuchtbiotope gefördert werden. Soweit die Auen von steileren Talhängen begleitet werden, soll entlang der Täler auch die Verbesserung des Biotopverbunds für Arten der strukturreichen Hanglagen und ggf. der Trockenstandorte angestrebt werden.  

Bachtälern kommt innerhalb der Kulturlandschaft aufgrund ihrer besonderen Standortbedingungen und ihrer linearen Ausdehnung meist eine besondere Biotopverbundfunktion zu. Für den regionalen Biotopverbund sind Täler vor allem dann von besonderer Bedeutung, wenn sie aufgrund ihrer Lage innerhalb eines Naturraums zentrale Achsen darstellen. Im vorliegenden Fall durchziehen sie das eher strukturarme Vorland der Nördlichen Frankenalb und verbinden damit den Albanstieg (Trauf der Nördlichen Frankenalb) mit dem für den landesweiten Biotopverbund bedeutsamen Verbundkorridor des Regnitztals. Als Ergänzung zu den Biotopverbundachsen mit hervorragender Bedeutung kommt den genannten Tälern daher eine wichtige Rolle im regionalen Biotopverbund zu (siehe Ziel A 08.2, A 26).

Die Täler des Füllbachs (BV 52) und des Schneybachs (BV 53) im Itz-Baunach-Hügelland sowie die Täler des Lautertals (BV 54) in den Haßbergen und des Hirtenbachs (BV 55) im Mittelfränkischen Becken sollen in ihrer Funktion als regional bedeutsame Biotopverbundachsen insbesondere für Arten der Gewässer- und Feuchtlebensräume gestärkt werden. Soweit die Auen von steileren Talhängen begleitet werden, soll entlang der Täler auch die Verbesserung des Biotopverbunds für Arten der strukturreichen Hanglagen und ggf. der Trockenstandorte angestrebt werden.  

Bachtälern kommt innerhalb der Kulturlandschaft aufgrund ihrer besonderen Standortbedingungen und ihrer linearen Ausdehnung meist eine besondere Biotopverbundfunktion zu. Für den regionalen Biotopverbund sind Täler vor allem dann von besonderer Bedeutung, wenn sie aufgrund ihrer Lage innerhalb eines Naturraums zentrale Achsen darstellen, oder wenn sie aus naturschutzfachlicher Sicht besonders bedeutende Gebiete und Lebensräume miteinander verbinden. Als Ergänzung zu den Biotopverbundachsen mit hervorragender Bedeutung kommt den genannten Tälern einschließlich ihrer Talhänge eine wichtige Rolle im regionalen Biotopverbund zu (siehe Ziel A 26).


 

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